Alleinerziehende Mutter erzählt vom Leben mit ihren drei Töchtern!
Ab morgen gibts wieder einen kleinen Lichtblick, indem weitere Streßfaktoren abgebaut werden. Anna hat ab morgen einen Ganztagsplatz im Kindergarten, was für mich und die beiden Kleinen bedeutet, daß wir nur noch zweimal am Tag raus müßen, um Anna abzuholen oder hinzubringen. Somit hab ich mir zwei Touren gespart. Für mich bedeutet das hauptsächlich, daß ich unseren Tagesablauf ganz anders, besser, planen kann, da ich nicht mehr immer so unter Zeitdruck stehe, um pünktlich im Kiga zu stehen.
Viermal am Tag drei Kinder an und aus zu ziehen nimmt halt doch so seine Zeit in Anspruch. Wobei ich ja von Glück sagen kann, daß Anna das, im Gegensatz zu manch anderen Gleichaltrigen, schon sehr gut selbst kann und es, mit ein paar Ausnahmen, auch immer selbst macht. Allerdings trödelt sie sehr gerne dabei, weswegen ich mit uns drei dann meistens schneller fertig bin, als sie mit sich allein.
So froh ich über diesen Platz bin, genauso seltsam fühlt es sich aber auch an, sie morgens hinzubringen und abends erst wieder abzuholen. Klar sind wir es durch meine Nebenbei-Arbeiterei gewohnt, daß wir auch mal getrennt sind, aber das war immer nur aufs Wochenende beschränkt. Mein Kind solange unter der Woche nicht um mich zu haben, ist schon ein seltsamer Gedanke. Und das ist ja erst der Anfang, die nächsten beiden folgen ganz bestimmt irgendwann, wenn ich wieder arbeiten gehen muß! Hätte ja nicht gedacht, daß das Loslassen mir so schwer fallen würde!
Hauptsache ist jedoch, daß Anna sich darüber freut, daß sie ab morgen ein Essenskind ist! Hoffe, das bleibt so und sie bekommt nicht irgendwann Eifersuchtsanfälle, weil sie den ganzen Tag im Kiga sein muß und die beiden Kleinen dürfen bei Mama sein! Aber wahrscheinlich mache ich mir wieder zu viele Gedanken, weil ich selber ein kleines Problem damit habe, daß sie den ganzen Tag geht, auch wenn ich weiß, daß es in unserer momentanen Situation das beste für uns alle ist.
So, wünsche allen eine angenehme Nachtruhe!