Alleinerziehende Mutter erzählt vom Leben mit ihren drei Töchtern!
Am Montag Nachmittag hatten Anna und ich so eine heftige Auseinandersetzung, daß es mir irgendwann gereicht hat und ich sie kurzerhand ins Kinderzimmer gesteckt habe, bis sie sich beruhigt hatte. Was geschlagene 45 Minuten gedauert hat. Meine Ohren klingeln jetzt noch, so hat sie geschrien. Sogar ihr Stühlchen ist durch den Flur geflogen. War mir alles egal, hab ich gar nicht drauf reagiert. Irgendwann, als es dann ruhig geworden ist, bin ich zu ihr, um noch mal mit ihr zu sprechen. Haben uns dann in Ruhe wieder vertragen.
Heute war ja wieder Musikunterricht. Im Moment hat sie da so gar keinen Bock drauf, weil sie mittlerweile spitz gekriegt hat, daß ihre Gruppe an genau dem gleichen Tag turnen geht. Hat mich ziemliche Überredungskunst gekostet, sie heute dahin zu bekommen. Waren ja schon die letzten zwei Mal nicht, weils mir da nicht gut ging.
Normalerweise macht sie ja keinen Mittagsschlaf mehr, außer am WE, wenn ich merke, daß sie zu überdreht und müde ist. Eigentlich wollte ich sie heute auch nicht hinlegen, damit sie abends direkt einschläft. Ging aber nicht. Sie war so durch den Wind, daß ich um zwei Uhr aber noch entschieden habe, daß sie noch ne Stunde schlafen geht. War auch ganz gut so; hinterher war sie nämlich wieder für ne gewisse Zeit einigermaßen handzahm und hat beim Unterricht schön mitgemacht.
Nach dem Unterricht fing der Sohn einer Freundin an sich so aufzuführen, wie Anna am Sonntag und auch ein paar andere Mütter hatten heute so ihre liebe Not mit ihren Damen und Herren, sodaß ich mir nur gedacht hab, daß es doch überall das Gleiche ist.
Auch wenn ich normalerweise nicht schadenfroh bin, so tut es mir doch immer wieder gut, zu sehen, daß es anderen genauso bzw. ähnlich geht. Leider hält dieses Hochgefühl nie lange an, denn wenn ich selber wieder in so einer Situation stecke, kommts mir so vor, als ginge es nur mir so. Klingt ziemlich unsinnig, oder?
Bin mal gespannt wie das alles wird, wenn das dritte da ist. Auch wenn ich mir schon immer ganz viele Kinder gewünscht habe, da ich selber in einer großen Familie aufgewachsen bin, so habe ich doch mittlerweile, durch die ganzen Erlebnisse der letzten Zeit, sehr große Angst, daß wir zu so einer Familie werden, wie die Super-Nanny immer zeigt. Vielleicht wäre es spätestens nach der Geburt des Babies doch nicht so verkehrt mich mal mit ner Erziehungsberatungsstelle, neben der Frühförderung(die sind ja nur fürs Kind zuständig) oder ner Therapiestelle für mich auseinander zu setzen. ![]()
Warum muß nur alles immer so schwer sein? Kann nicht einfach mal was einfach so klappen? Ich meine, ich will ja nichts geschenkt, aber immer nur kämpfen zu müßen, um einfach nur ein bißchen glücklich zu sein, ist echt ziemlich anstrengend und geht ganz schön an die Substanz.
So, jetzt schaue ich noch ne Serie an und dann gehe ich schlafen, da heute schon wieder um fünf Uhr angefangen hat und ich nicht weiß, wie früh es morgen wird.